Wiedersehen mit Schockerlebnis

Vermisster Kater kehrt mit schwerverletztem Auge zurück

Unvorstellbarer Heilerfolg durch klassische Homöopathie bei Descemetocele

Descemetocele, ist eine äußerst seltene und sehr schmerzhafte Augenerkrankung, die meist durch äußere Verletzungen (z.B. Kampfverletzungen …) und in seltensten Fällen auch durch innere Erkrankungen entsteht.

Mehrere Tage hatten wir unseren Persermix vermisst und bereits Suchanzeigen bei Tierschutzorganisationen aufgegeben. Shadin, unser kastrierter Perser Kater, war noch nie länger als eine Nacht ausgeblieben und so machten wir uns furchtbare Sorgen um ihn.

Immer wieder gingen wir gemeinsam mit den Hunden auf Suche, jedoch erfolglos. Als wir eines Abends in unserer Wohnküche beim Abendessen saßen, hörten wir ein erbärmliches Maunzen und sahen wie sich unser so sehr vermisster Shadin mühsam durch die Katzenklappe zwängte. .berglücklich begrü.ten wir den Heimkehrer, liefen ihm entgegen und wollten ihn sofort streicheln und hoch nehmen, erschraken aber, als er uns fauchend abwehrte. Er schien verletzt zu sein und wollte keines Falls berührt werden. Mit letzter Kraft schleppte er sich zum warmen Küchenherd und legte sich dort völlig erschöpft auf den Boden. Wir brachten ihm gleich Futter und Wasser das er jedoch nicht anrühren wollte.

Wir riefen sofort bei unserer klassischen Homöopathin an und schilderten ihr den Zustand unseres kranken Katers. Er schien innere Verletzungen zu haben und litt unter einem Schock. Die homöopathische Erstversorgung bekam er direkt ins Mäulchen, weil er ja nichts fressen wollte. Da wir äußerlich keine Verletzungen fanden, außer einem leicht tränenden Auge, ließen wir den Patienten in Ruhe und beobachteten wie er nach der Medikamentengabe rasch einschlief.

Die darauf folgenden Tage verbrachte Shadin ausschließlich neben dem Küchenherd. Er mochte nicht aufstehen und verweigerte sogar sein Lieblingsfutter vehement. Der sonst so temperamentvolle Langhaar Kater lag wie ein Häufchen Elend, nur noch Haut und Knochen, zusammengekauert auf einer Decke und wollte lediglich seine Ruhe neben dem warmen Ofen haben. Die homöopathischen Mittel bekam er, gegen seinen Willen, weiterhin. Am dritten Tag fing er endlich an zu fressen. Sein rechtes Auge war nun dick verschwollen und mittlerweile auch noch eitrig verklebt. Mit verdünnter Euphrasia Tinktur begannen wir den Eiter sanft abzuwischen und öffneten ganz vorsichtig die Augenlider.

Marlene und ich erschraken furchtbar denn so etwas hatten wir noch nie gesehen: Ein Zombiauge aus einem Horrorfilm! Das ganze Auge war nicht nur hoch rot entzunden und total vereitert, sondern es sah aus, als ob es losgelöst wäre und wie eine Murmel im Unterlid hängen würde. Von unserer Heilpraktikerin erhielten wir einen Medikamentenplan für die nächsten Tage, den wir streng einhielten und so wurde Shadin täglich mit homöopathischen Mitteln versorgt. Das „verrutschte“ eitrige Auge veränderte sich dahingehend, dass sich direkt auf dem Augapfel Flüssigkeit in einer Blase sammelte. Es sah immer schlimmer aus, denn aus der Blase wurde schließlich ein praller Sack, der mittig auf dem Auge im Unterlid hing. Unser schwarzes Engelchen war beim täglichen Reinigen und Entfernen des Eiters so geduldig, jammerte allerdings kläglich und wir fühlten und heulten mit ihm. Zum Glück konnten wir ihm die Medizin jetzt wieder unter das Futter mischen, weil er wieder gerne fraß. Er bekam von uns alles was er gerne wollte und wir versuchten ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen, vor allem von seinem rechten.

Nach ein paar Tagen bemerkten wir wie der Flüssigkeitssack auf dem kranken Auge zu schrumpfen begann und sich schließlich komplett zurück bildete. Die Entzündung klang ganz ab und das rechte Auge saß wieder da wo es eigentlich hingehörte, nämlich auf gleicher Höhe wie das linke mit Blick nach vorn und nicht nach oben. Mittlerweile sprüht Shadin wieder vor Lebensfreude und sein Bäuchlein ist wieder kugelrund. Im Garten findet er immer etwas Hochinteressantes zum Spielen und tobt leidenschaftlich gern mit den anderen Katzen vom Amaro Hof. Nach einem Showkampf mit Balou wird anschließend gemeinsam in die Küche geflitzt wo alle fünf Katzen friedlich zusammen um die Wette futtern. Zurückgeblieben ist von seiner Horrorverletzung lediglich ein trüber Fleck mitten auf dem Augapfel, der uns an das Zombiauge von damals erinnert. Wenn wir unserer Heilpraktikerin sagen, dass so ein Heilungsverlauf für uns wie ein Wunder ist, dann lächelt sie immer nur und meint: „Das ist kein Wunder, das ist klassische Homöopathie!“

Die Entzündung ist komplett abgeklungen und Shadins Auge konnte erhalten bleiben. Zurückgeblieben ist lediglich eine Narbe, mittig auf der Hornhaut, die das Sehvermögen sicherlich einschränkt, aber seine Lebensfreude ungetrübt lässt.

Warum wir die Medikamente nicht namentlich erwähnen: Es gibt kein homöopathisches Allroundmittel für verletzte Augen, das man einem Patienten einfach so verabreichen kann. Im Gegensatz zur Schulmedizin wird bei der klassischen Homöopathie jeder einzelne Patient ganzheitlich betrachtet. Es kann durchaus vorkommen, dass mehrere Tiere an der gleichen Krankheit leiden aber unterschiedliche Medikamente verabreicht bekommen, weil sie unterschiedliche Symptome zeigen. Der klassische Homöopath beobachtet genau und sucht dann das passende Mittel zum momentanen Krankheitsbild speziell für jeden einzelnen Patienten heraus. Ausschlaggebend für ein bestimmtes Mittel kann zum Beispiel die Farbe und Konsistenz des eitrigen Ausflusses am Auge sein. Unruhe, Appetitlosigkeit, hochrot verschwollene Bindehäute oder starke Berührungs- oder Lichtempfindlichkeit sind für einen erfahrenen klassischen Homöopathen wichtige Informationen zur Medikamentenwahl. Was jedoch bei der Pflege aller Katzen mit eitrigem Augenausfluss beachtet werden muss ist die Hygiene. Eitrige Flüssigkeit, die ausgeschieden wird ist aggressiv und greift die Haut an. Entzündete offene Stellen im Gesicht sind nicht selten die Folge. Deshalb muss jeder Ausfluss unbedingt vorsichtig abgewaschen und die offenen Stellen rund ums Auge mit Wundcreme geschützt werden.

Anfangs reinigten wir Shadins eitriges Auge 2 x täglich mit verdünnter Euphrasia Urtinktur (Euphrasia Urtinktur = Augentrost in Alkohol gelöst und darf niemals unverdünnt angewendet werden!) und zwar 20 Tropfen auf eine Tasse abgekochtes Wasser. Auf keinen Fall darf Kamillentee ans Auge!!! Dieser greift nicht nur die Augen an, sondern kann diese sogar gänzlich schädigen. Ich habe Katzenschnupfenbabies ohne Augen gesehen, die von ihren Besitzern über längeren Zeitraum mit Kamillentee selbst behandelt worden sind um Tierarztkosten zu sparen. Die Behandlung derartig schlimmer Erkrankungen gehört unbedingt in die Hände eines erfahrenen Spezialisten mit sehr guter Ausbildung! Shadin wurde von Frau Wetteroth, der Leiterin der Tierheilpraktiker Schule für klassische Homöopathie Scola animilia (www.scola-animilia.de) behandelt.

 

Auf dem Augapfel hatte sich ein Ödem gebildet 5 Wochen später war die Entzündung abgeklungen und das Ödem verschwunden