Aslan

 
Aslan (türkisch: „Löwe“) sollte letztes Jahr eingeschläfert werden.

Verhungern lassen oder erlösen?!

Die Tierärzte sagten, dass nur noch 1/3 Nieren-tätigkeit vorhanden sei und man bereits tasten konnte, dass ein großer Teil der Niere verkümmert wäre. Der Tierarzt versuchte, dem abgemagerten Kater mit Infusionen zu helfen. 4 Tage hintereinander brachten wir das schwache ausgehungerte Tier in die Praxis wo er ca. fünf Stunden an einer Infusion hing. Leider ohne großen Erfolg. Aslan wollte weder fressen noch aufstehen. Er lag einfach nur da und wollte seine Ruhe.

Es wurde uns geraten das Tier doch bitte ein-schläfern zu lassen um ihm den Hungertod zu
ersparen. Wir wollten noch nicht ganz aufgeben, und nahmen deshalb das halbverhungerte Tier
wieder mit nach Hause.

Manchmal gibt es doch einen Plan C!

In unserer Verzweiflung recherchierten wir im Internet und fanden tatsächlich eine Heilpraktikerin, die Erfahrung mit Nierenproblemen bei Katzen hatte. Wie ein Wunder schlugen die Mittel von Frau Nehls (www.tierheilkundezentrum.de) in kürzester Zeit an.

Wir unterstützen die Genesung darin, dass wir den alten Jäger, der zu schwach war um aufzustehen, immer wieder nach draußen trugen wo er die anderen Tiere sah und Vogelgezwitscher hörte. Da verweilte er dann auf einer Decke mit Wärm-flasche. Anfangs lag er nur wie bewusstlos da, aber dann begann er immer mehr  die Augen offen zu halten und sogar den Kopf zu heben. Aufmerksam lauschte er allen Geräuschen und verfolgte die Vögel am Himmel mit seinen Augen. Wir fütterten ihn wie ein Baby mehrmals täglich aus der Hand und nach ein paar Tagen homöopathischer Behandlung begann er tatsächlich selber zu fressen. Wir konnten
es einfach nicht fassen und heulten vor Freude. 

Wieder ganz der Alte.

Heute ist er wieder ganz der Alte. Er geht mit Rufus Gassi, sonnt sich im Hof und klettert, wie damals als Welpe, sogar an nackten Beinen hoch (nicht so toll!) Ein echter Lausebengel mit Charme.

 

 

 

 

 

 

Angela Mayr, Mai 2018