Power-Cracker – fermentiert und rohvegan

Diese Cracker sind eine gesunde, leckere Alternative zu herkömmlichem Brot, vereinen die Vorzüge des Fermentierens und des Keimens und enthalten kein Gluten. Auch als kleines Mitbringsel eignen sie sich bestens.

Eigentlich entstehen die Cracker bei mir als Nebenprodukt bei der Herstellung von Fermentationssäften, die reich an Vitaminen, Enzymen, Biophotonen, Phytonähr- und Vitalstoffen sind. Milchsauer fermentierte Säfte und Gemüse enthalten Unmengen an gesunden Laktobazillen, die sich im Darm ansiedeln und pathogene Pilze und Bakterien verdrängen können.

Dr. Switzer schreibt in seinem Buch DR. SWITZERS WILDKRÄUTER-VITAL-KOST-THERAPIE:

„…Das Geheimnis vieler gesunder und langlebiger Kulturen ist ihr Verzehr von Fermentationssäften wie Kwass und Kombucha, sowie von milchsauer eingelegtem Gemüse wie Kimchi, Sauerkraut und Miso-Gemüse. Diese Menschen strotzen vor Gesundheit. Von chronischen degenerativen Krankheiten wie Diabetes und Krebs, rheumatischen, Herz-Kreislauf- und neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Demenz, ALS und Multiple Sklerose werden sie kaum heimgesucht. In Ländern, in denen Industriekost die Norm ist, gehören diese Krankheiten zum Alltag.“

 

Verwendung der Fermentationssäfte:

Täglich ein Glas pur trinken oder statt Essig ins Salatdressing

 

Warum fermentierte Säfte?

Genaueres dazu hier!

 

Verwendung der Cracker:

Als Brotersatz mit Aufstrich oder Dipps zu Rohkostsalaten, sehr lecker! Und überaus gesund!

 

Das folgende Rezept ergibt ca. 80 kleine Cracker und ca. 2,5 l Fermentationssaft.

Da wir täglich mindestens 2 Gläser trinken, reicht uns das fermentierte Getränk ca. 1 Woche.

 

Vor der eigentlichen Fermentation:

… wird Braunhirse oder Quinoa 3 Tage angekeimt. Dieser Vorgang ist der gleiche wie beim normalen Sprossen-Keimen:

  • Halbes Glas (1/2 l) Braunhirsesamen über Nacht in Wasser einweichen (ich verwende Quellwasser)
  • Am nächsten Tag das Wasser wegschütten und die folgenden 3 Tage die Samen täglich wässern.

Foto: Braunhirse links ungekeimt, rechts nach drei Tagen

Fermentation:
  • Die vorgekeimte Braunhirse (oder der Quinoa) in ein 4 l-Glas (Deckel mit Gummidichtung) füllen
  • Dazu kleingeschnittenes Gemüse (z. B. Mischungen aus.: Karotten, Rote Beete, Sellerie, Petersilienwurzel, Pastinaken, Topinambur) geben, bis das Glas ca. ¾ mit Gemüse voll ist
  • Danach alles bis zum Rand mit Wasser (ich verwende Quellwasser) auffüllen und Glas mit Deckel (Schnappverschluss) verschließen
  • Das Glas an einen nicht zu warmen Platz (max. 22° C, Fensterbrett ohne Heizung) auf einen Teller stellen, da das Fermentationsgut arbeitet und Flüssigkeit vom Glasinnern nach außen entweicht. So kann es mit dem Untersatz aufgefangen und weggeschüttet werden, um das Fensterbrett nicht zu verschmutzen.
  • Nach einer Woche das Glas öffnen und alles in einen großen Sieb geben, um den fertigen Fermentationssaft abzuseien.
  • Das im Sieb verbliebene fermentierte Gemüse kann nun zu Crackern verarbeitet werden
Herstellung der Cracker:

Am Vorabend 2 Tassen Leinsamen über Nacht einweichen

Das abgeseihte Gemüse wird mit folgenden Zutaten in einer großen Schüssel vermischt:

  • 6 kleine rote Zwiebel, klein geschnitten
  • 3 Paprikas, klein geschnitten
  • 3 frische Tomaten, klein geschnitten
  • 180 g eingeweichte getrocknete Tomaten, klein geschnitten
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 2 – 3 gestrichene EL Kümmel oder Brotgewürz
  • 2 – 3 gestrichene EL Curry
  • 6 Datteln
  • 9 EL Tamari
  • 9 EL Flohsamenschalen
  • Hälfte der eingeweichten Leinsamen
  • Wenn man möchte ca. 3 cm Lichtyamwurzel dazugeben
  • Wasser nach Bedarf, damit ein fester Rührteig entsteht

 

Um den Mixer nicht zu überlasten, fülle ich den Behälter nur zu ¾ voll und mixe die Gesamtmenge in 3 Schritten. Danach mische ich die restlichen eingeweichten Leinsamen unter den Teig. Anschließend streiche ich die Masse ca. ½ cm dick auf Dörrfolien, verziere mit gekeimten Sonnenblumenkernen und Brennesselsamen (auch vorgekeimte Kürbiskerne oder Hanfsamen eignen sich prima) und dann geht es für ca. 9 Stunden bei 42 Grad in den Dörrapparat. Nach dieser ersten Dörrzeit werden die Folien abgezogen, damit auch die Unterseiten gut trocknen können und weitere 6 Std. gedörrt, bis der Teig schön knackig ist.

Je nach Gerät können die Dörrzeiten variieren.

So kann man ganz einfach die Dörrfolie abziehen:


Die Cracker können beliebig zugeschnitten werden. Ich friere immer einen großen Teil ein und bewahre nur eine Wochenration im Kühlschrank auf. Die Cracker sind übrigens innerhalb von wenigen Minuten aus dem Gefrierschrank verzehrbereit.

 

Deko-Variationen

Mit diesem einen Rezept lassen sich immer wieder neue Variationen kreieren, je nachdem, was die Jahreszeit bzw. der Kühlschrank gerade hergeben:

Hier wurden die Cracker mit frischen Winter-Wildkräutern dekoriert, die man auch im Winter findet (Walderdbeerblätter, Wiesen Pippau, Wiesenlabkraut). Die Pilze sollen dem Körper während der sonnenarmen Jahreszeit helfen D3 aufzunehmen, und die gekeimten Samen (Sonnenblumenkerne, Brennessel, Hanf…) liefern große Mengen von Vitalstoffen. Zusätzlich fürs Auge dienen die „Blüten“ aus winterlichem Wurzelgemüse (hier Karotten), sowie bunte Paprika-Streifen.

Hier mit geraspelten Blüten aus winterlichem Wurzelgemüse mit Sonnenblumensprossen und frischem Wiesenlabkraut, das man auch im Winter findet.

Im Labor getestet

Update: Im März 2019 haben wir unser Fermentationscracker und den Fermentationssaft vom Labor untersuchen lassen. In den Prüfberichten konnten wir sehen, was also tatsächlich an Nährstoffen drin steckt!
Hier der Prüfbericht der Fermentationscracker und hier vom Fermentationssaft als pdf.