Zamonisches Hutze(l)nbrot

Durch Mias Buchreferat über „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ von Walter Moers sind wir in dem Kapitel Mein Leben in den Finsterbergen auf die superstarke Berghutze Fredda aus dem südzamonischen Hutzengebirge gestoßen. Sie hat Kräfte wie 10 Berggorillas, Reflexe eines Pumas und die Ausdauer eines Delphins. Unsere „gründlichen Recherchen“ weisen darauf hin, dass Freddas Superkräfte wohl von rohveganer Ernährung kommen müsste, denn die starken Gorillas ernähren sich nun mal vegan. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei der Leibspeise der Berghutze um folgendes Rezept handeln könnte …

Das Hutzelnbrot ist glutenfrei, rohvegan und ohne Industriezucker.

 

Für den Teig:

100 g Leinsamen, über Nacht eingeweicht.

1000 g Äpfel mit Schale, ohne Kernhaus, geviertelt

300 g Dörrobst (Mischung aus Pflaumen, Feigen, Datteln…)

2 EL Flohsamenschalen

300 ml Wasser

1 Stück Orangenschale (ca. Orangenschnitzgröße)

1 TL Zimt

1 TL Lebkuchengewürz

 

Für den Belag:

Ca. 150 g Mischung aus vorgekeimten Nüssen und Samen (Mandeln, Walnüsse, Cashews, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne)

Rosinen und in Scheiben geschnittene Qumquats

 

Zubereitung:
  • Nüsse und Samen 2 – 3 Tage keimen lassen*
  • Am Vorabend den Leinsamen einweichen
  • Am nächsten Tag die Orangenschale im Mixer kurz zerhäckseln, dann restliche Zutaten, außer denen für den Belag hinzufügen und mixen
  • Anschließend die Masse (Konsistenz wie fester Rührteig) auf Dörrfolien (ca. 4 mm hoch) streichen, mit Nüssen, Qumquats, Rosinen usw. verzieren und anschließend 6 Std. bei 42 Grad dörren.
  • Dann die Folien abziehen und weitere 6 – 9 Std. dörren. Trick zum Folie-Abziehen: siehe Video (im Beitrag ganz nach unten scrollen)

 

* Warum das Ankeimen sinnvoll ist, siehe hier

 

TIPP:

Wenn man kein Dörrgerät hat, kann man alles auch im Ofen bei 50 Grad trocknen und die Backofentür einen Spalt offen lassen (evtl. Kochlöffel einklemmen). Aufgrund der niedrigen Verarbeitungstemperatur bleiben die Vitalstoffe der Zutaten erhalten und das Brot wird so zu einem richtigen Powerfood, das obendrein noch total fruchtig und lecker schmeckt.

 

Kein Wunder, dass die Berghutze Fredda die Kraft von 10 Berggorillas, die Reflexe eines Pumas und die Ausdauer eines Delphins hat!

 

(Zeichnung: Mia Klapczynski)