Helfen macht happy

Alles Opfer?

Wer einen großen Teil seiner Lebenszeit darauf verwendet, etwas „Gutes“ zu tun, wie z. B. sich um alte, kranke und „übrige“ Menschen oder Tiere zu kümmern, wird oft als jemand gesehen, der sich für etwas aufopfert. Ist Selbstaufopferung wirklich der ultimative Antrieb für alle helfenden Tätigkeiten?

Klar, alles was einem wichtig ist, kostet auch einmal Opfer. Oder besser gesagt: Prioritäten. Man kann nicht alles haben, und manchmal entscheidet man sich dann gegen etwas und gleichzeitig für etwas anderes, was in der eigenen Hierarchie eben wichtiger ist:

  •  z. B. gegen einen Urlaub und für die Gelegenheit, bei seinen Schützlingen zu sein
  • gegen ein Budget fürs Auswärts-Essen und für die medizinische Versorgung des alten Huhns, der blinden Katze …
  •  gegen bezahlte Arbeit und für das Helfen aus Überzeugung

Nur, was kaum jemand weiß, der es nicht schon selbst versucht hat:

Vielleicht arbeiten Idealisten für ihre Sache kostenlos. Aber sicher nicht umsonst!

Ein perfektes Beispiel: unsere Patenschaften

Seit über 5 Jahren unterstützt der Amaro Hof eine Familie mit 2 behinderten Kindern. Wir springen auch schnell mal ein, wenn Not am Mann oder an der Frau ist und helfen beim Versorgen. Dafür haben wir uns schon von den Eltern einweisen lassen, damit wir nichts verkehrt machen.

Ja, wir haben genug zu tun mit unseren Tieren. Und trotzdem lassen wir uns das nicht entgehen, denn für uns gilt die Devise:

Paten-Zeit = Freude-Tanken-Zeit!

 

Das ist Titzi. Er ist 15 Jahre alt und wiegt nicht ganz 30 kg. Er kann zwar weder alleine stehen, noch sitzen oder alleine essen, aber er kann strahlen wie die erste warme Frühlingssonne und das kann er richtig, richtig gut. Manchmal machen wir ein Rollstuhlrennen zum nahegelegenen Wald und da zeigt er was er kann: Juchzen ohne Ende und das ist so wunderbar und herzerwärmend. Das finden wir alle super klasse. Und genau das braucht die Welt: Fröhliche, glückliche Gesichter mit strahlenden Augen, voller Dankbarkeit.

Nach einem Titzi-Besuch gehen auch wir mit glücklichen Gesichtern nach Hause!

 

Das Wenige, das Du tun kannst ist viel, wenn Du nur Schmerz und Angst und Weh von einem Wesen nimmst.
Albert Schweitzer