Amaro Hof

Vor über 20 Jahren sind die ersten Pferde unserem Hof eingezogen. Schon damals haben hier auch andere Tiere gewohnt, aber vor allem war der Amaro Hof ein Reiterhof. Unser Anliegen war, Kindern, also den Reitern und Tierhaltern von morgen, Respekt vor allen Lebewesen beizubringen. Auf unserem Hof wurde gebissfrei und gewaltfrei geritten. So konnten wir vielen Pferdefreunden zeigen, wie man eine harmonische Beziehung zu seinen tierischen Gefährten aufbaut und wie man „Pferdesprache“ versteht und „spricht“. In unserem Buch „Basiswissen Pferde“ kann man das und noch viel mehr nachlesen.

Seit damals hat sich auf dem Hof viel verändert. Schon lange gibt es hier keinen Reitunterricht mehr, aber die Pferde von damals stehen noch fast vollständig – jetzt als würdige Senioren – auf unseren Weiden. Unser langjähriger Herdenchef hat uns allerdings im Jahr 2018 im Alter von über 30 Jahren verlassen. Auf dem Abstellgleis wird keines unserer Tiere landen, sei es auch noch so alt. Wir sehen sie alle als Familienmitglieder.

Zu den Pferden dazu gekommen sind im Laufe der Zeit immer wieder Tiere, die sonst keine Chance gehabt hätten. Von schwer kranken Katzen über „aussortierte“ (=lebendig weggeworfene) Hühner aus der Massentierhaltung, Hasenbabies aus vermeintlichen „Weibchen-WGs“ bis zum Igel, der noch zu mager für den Winterschlaf ist. Vielen von ihnen konnten wir tatsächlich helfen, auch wenn sie von der Schulmedizin manchmal schon verloren geglaubt waren. Wer nicht wieder ausgewildert oder vermittelt werden konnte, hatte bei uns stets ein sicheres Plätzchen mit Rundum-Betreuung sicher.

Jetzt ist leider der Punkt erreicht, wo es keine Neuzugänge mehr geben kann. Groß genug ist die Herausforderung, der lebenslangen Verantwortung für die bereits Anwensenden gerecht zu werden. Der Platz, das Geld für Futter und Medikamente, die Zeit für Pflege und Fürsorge … all das sind begrenzte Ressourcen.

Wenn Ihr mehr über unsere Tiere erfahren möchtet: in den Unter-Menüpunkten dieser Rubrik stellen wir sie Euch vor.